Beispiel ADHS-ADS

Die Behandlung von ADHS- ADS aus naturheilkundlicher Sicht

ADHS – das sogenannte Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, ist per Definition eine psychische Störung, welche in der Kindheit beginnt und durch Symptome wie eine geringe Konzentrationsfähigkeit, leichte Ablenkbarkeit, Hyperaktivität, Bewegungsunruhe und eine hohe Impulsivität gekennzeichnet ist.

Diese Symptome bestehen länger als 6 Monate. Jungen erkranken 7 mal häufiger als Mädchen. ADS – ist per Definition ebenso eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit ähnlichen Symptomen, jedoch ohne Hyperaktivität.

Dr. Heinrich Hoffmann beschrieb 1845 mit der Kindererzählung “ Der Struwwelpeter “ ähnliches und auch S.Freud waren diese Symptome 1901 schon bekannt.

Erwachsene können ebenfalls unter ADHS leiden, nur zeigt es sich hier z.B. überlagert von Depressionen, Angst – oder Eßstörungen, sowie sozialen Phobien.

Es gibt einige klassische Entstehungstheorien:

– eine genetische Prädisposition wird diskutiert
– Pädagogisch – vorgeburtliche Erklärungsansätze: chemische Substanzen während der Schwangerschaft wie z.B: Nikotin, Alkohol und Umweltgifte, Sauerstoffmangel bei der Geburt, eine hohe emotionale Belastung der Mutter wie Existenzängste und Gewalt, aber auch eine Ablehnung des Kindes.
– Pädagogisch – nachgeburtliche Erklärungsansätze: familäre Instabilität, psychische Erkrankung der Eltern, wirtschaftlich-soziale Belastung der Eltern, Inkonsequenz im Erziehungsstil, unstrukturierter Tagesablauf, Bestrafung und Kritik seitens der Eltern.
– Integrativer Ansatz: Belastung durch seelisch krankmachende Prozesse ( Nature Neuroscience 8.11.09 )
– Neurologischer Ansatz: fehlender Botenstoff Dopamin an der Synapse, Dopamin ist mitbeteiligt an Prozessen wie Antrieb, Feinmotorik, Konzentration, der Hemmung von diffuser Angst, u.v.m

Behandlungsansätze sind : 

– Verhaltenstherapie
– kognitive Therapie
– pädagogische Beratung
– Pharmakotherapie
– Neurofeedback
– Naturheilkunde

Der pharmakologische Einsatz von Ritalin oder dem Depot Ritalin SR birgt auch mögliche Nebenwirkungen wie: Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Magen-Darmprobleme und Erbrechen.

Auch Nervosität, Störungen des Visus, Krampfanfälle und sogar Psychosen sind möglich.

Ritalin fällt unter das Betäubungsmittelgesetz.

Es mag in Einzelfällen sinnvoll sein oder Spitzen abmildern, der flächendeckende Einsatz wie in Teilen der U.S.A ist aber in jedem Fall zu überdenken!

Zu schnell wird die Diagnose gestellt (British Medical Journal 96,312:657).

Naturheilkundlich wird die Belastung über Impfungen, Umweltgifte (Schwermetalle), Elektrosmog, übermäßigem Medieneinsatz, fehlenden Stoffen wie Zink, Magnesium, Vit.E und B etc, aber auch Schlafmangel, Gluten – und Nahrungszusatzstoffeunverträglichkeit und ein Übermaß an Zuckerkonsum oder Stoffwechselstörungen wie die Kryptopyrrolurie (eine Hämoglobinstoffwechselstörung, bei ca.5-10% der Menschen, kontrovers diskutiert) gesehen.

Gesellschaftlich lässt es sich sicher diskutieren, warum so häufig diese Diagnose gestellt wird und ob wir uns vielleicht sogar verhaltensbiologisch einer veränderten Umwelt anpassen und neue Fähigkeiten entwickeln.

Mögliche Therapien im Bereich der Naturheilkunde  sind u.a :

– klassische Homöopathie
– Komplexmittel der Homöopathie
– Anthroposophische Medizin
– Ernährungsberatung
– Familienaufstellungen
– Orthemolekularmedizin
– Bioresonanztherapie
– Craniosacralbehandlung und Osteopathie

Meine Schwerpunkte sind :

– Komplexmittel der Homöopathie (siehe auch Max Amann: “ Dem Geist auf die Sprünge helfen“ )
– Anthroprosophische Medizin, welche sich unter anderem mit der Wichtigkeit von natürlichen Lebenszyklen und Rhythmen wie Schlaf- und Wachen, Dynamik- und Stille auseinandersetzt
– Mitberatung des Umfeldes, bzw. der Eltern
– Entlastung des Craniosacralen Systems, der Schädelknochen und somit auch des Nervensystems – aus meiner Sicht unerlässlich!
– Das Lösen alter Traumata über den Somato-Emotionalen Release
– Ernährungsberatung, Reduktion der glykämischen Last, Vermeiden von Nahrungszusatzstoffen
– Auch kann man über Belastungen des Schlaf-und Wohnbereiches, sowie über innerfamiliäre Konflikte nachdenken.

Manchmal ist eine Ausleitung von Schadstoffen sinnvoll.

Gerne berate ich zum Thema „Mediendiät“.

Essentiell ist aber das liebevolle Umfeld, in dem das alles geschieht!